Gesichtsreinigung – vielleicht der unterschätzteste Schritt deiner Pflegeroutine 
die in uns selbst beginnt!

Warum schöne Haut nicht erst beim Serum beginnt. 

Sauber ist nicht automatisch gut gereinigt

Kennst du dieses Gefühl, wenn sich die Haut nach der Reinigung richtig „quietschsauber“ anfühlt?

Viele verbinden genau dieses Gefühl mit einer besonders gründlichen Reinigung.

Dabei kann starke Spannung nach dem Waschen vielmehr ein Hinweis darauf sein, dass die Reinigung für den aktuellen Hautzustand zu intensiv ist.

Eine gute Reinigung soll Make-up, Sonnenschutz, überschüssigen Talg und Rückstände entfernen – ohne dass sich deine Haut danach trocken, gereizt oder unangenehm gespannt anfühlt.

 

Mein persönlicher Maßstab ist deshalb ziemlich simpel:

Deine Haut sollte sich nach der Reinigung sauber, frisch und komfortabel anfühlen. Nicht ausgetrocknet.

 

Team Reinigungsmilch oder Team Waschgel?

Eine Frage, die ich im Institut sehr häufig höre. Und meine Antwort lautet fast immer:

  • Es kommt auf deine Haut an.
  • Nicht auf den Trend.
  • Nicht darauf, was deine Freundin benutzt.
  • Und auch nicht darauf, welches Produkt gerade besonders hübsch im Badezimmer aussieht.

Eine cremige Reinigungsmilch kann beispielsweise wunderbar für trockene, sensible oder reifere Haut geeignet sein. Sie reinigt sanft und kann besonders angenehm sein, wenn die Haut schnell zu Spannungsgefühlen neigt.

Ein Waschgel wiederum kann bei normaler, Mischhaut oder zu Unreinheiten neigender Haut sehr angenehm sein – vorausgesetzt, die Formulierung passt zur Haut und reinigt nicht unnötig aggressiv.

Und manchmal darf sich deine Reinigung sogar verändern.

Sommer und Winter, Hormone, Stress, Reisen, Treatments oder einfach dein aktueller Hautzustand können beeinflussen, was deine Haut gerade braucht.

 

Skincare darf individuell sein.

Eigentlich sollte sie es sogar sein.

Einen Fehler, den ich bei Reinigungsmilch immer wieder sehe – Reinigungsmilch wird aufgetragen – und anschließend lediglich mit einem trockenen Wattepad abgenommen. Für mich fehlt dabei häufig ein entscheidender Schritt.

Ich bevorzuge es, die Reinigung sorgfältig mit Wasser und einem weichen, sauberen Tuch oder einer Kompresse abzunehmen. Gerade wenn Make-up oder Sonnenschutz getragen wurde, kann anschließend ein zweiter sanfter Reinigungsschritt sinnvoll sein.

Das heute viel zitierte Double Cleansing ist also gar nicht so kompliziert:

  • Erst lösen wir Make-up, SPF und Rückstände.
  • Danach reinigen wir die Haut selbst.
  • Keine zehn Produkte. Kein kompliziertes Ritual.
  • Nur eine gute, konsequente Routine.
  • Mehr ist nicht automatisch besser

Gerade bei zu Unreinheiten neigender Haut entsteht schnell der Impuls, besonders intensiv reinigen zu wollen.

  • Noch mehr Schaum.
  • Noch mehr Säuren.
  • Noch gründlicher.

Doch Hautpflege funktioniert nicht nach dem Prinzip „viel hilft viel“.

Wirkstoffe wie Salicylsäure oder andere exfolierende Inhaltsstoffe können innerhalb einer passenden Routine sehr interessant sein. Entscheidend sind jedoch Konzentration, Häufigkeit und vor allem der individuelle Hautzustand.

Das gilt übrigens genauso für reifere oder sensible Haut.

Die Kunst guter Hautpflege liegt für mich nicht darin, möglichst viele Wirkstoffe miteinander zu kombinieren.

Sondern darin, genau die richtigen auszuwählen.

 

Mein kleines Cleansing Ritual

Ich mag den Gedanken, dass aus der abendlichen Reinigung mehr wird als eine lästige Pflicht.

  • Nimm dir zwei Minuten.
  • Massiere dein Reinigungsprodukt in Ruhe ein. Entferne es sorgfältig. Leg dein Handy kurz zur Seite.
  • Vielleicht wird aus diesem kleinen Beauty Step irgendwann dein persönlicher Übergang vom Tag in den Abend.
  • Und ja – ich bin ein Fan einer gründlichen zweiten Reinigung, besonders wenn du Make-up oder Sonnenschutz getragen hast.

Nicht aus Perfektionismus. Sondern weil Hautpflege auch etwas mit Aufmerksamkeit zu tun hat.

 

4 Dinge, auf die ich bei der Gesichtsreinigung achte

  1. Deine Reinigung muss zu deinem Hautzustand passen.
    Nicht nur zu deinem vermeintlichen „Hauttyp“. Haut verändert sich – und deine Pflege darf sich mit ihr verändern.
  2. Spannung ist kein Qualitätsmerkmal.
    Wenn deine Haut nach jeder Reinigung trocken, rot oder unangenehm gespannt ist, lohnt es sich, das Produkt oder die Anwendung zu überprüfen.
  3. Make-up und Sonnenschutz gründlich entfernen.
    Gerade am Abend darf die Reinigung etwas sorgfältiger sein. Ein Double Cleansing kann hier wunderbar funktionieren.
  4. Keep it simple.
    Du brauchst keine komplizierte Zehn-Schritte-Routine. Eine hochwertige, gut ausgewählte Reinigung und Konsequenz bringen oft mehr als ständig neue Produkte.

 

Beautiful Skin starts with the Basics.

Wir beschäftigen uns heute mit so vielen faszinierenden Möglichkeiten rund um Haut, Ästhetik und Longevity.

Und ich liebe diese Entwicklung. Aber manchmal lohnt es sich, zu den Basics zurückzukehren. Denn schöne Haut beginnt nicht mit dem teuersten Serum. Sie beginnt mit dem Verständnis dafür, was deine Haut wirklich braucht und sehr oft beginnt genau das bei der  richtigen Reinigung.

 

Love your skin. And treat it accordingly.
Corinna

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